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Antoine Laurains kulinarisches Paris

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© Jean-Luc Bertini, Flammarion

Paris gilt als die kulinarische Hauptstadt Europas – manche würden sie sogar als die Welthauptstadt des Genusses bezeichnen. Umso wertvoller sind diese Insidertipps von unserem Autor Antoine Laurain, einem waschechten Pariser. Wen es also demnächst in die französische Hauptstadt verschlägt, der kann mit diesen Tipps schlemmen und genießen wie der Bestsellerautor von Liebe mit zwei Unbekannten, Der Hut des Präsidenten und Das Bild aus meinem Traum. Hier sind seine Empfehlungen:

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Restaurants

Le Chantefable, 93 Avenue Gambetta, 75020 Paris

dscf2301Ein sehr gutes Pariser Restaurant. Es ist zwar ein wenig außerhalb, aber schon allein wegen der vielfältigen Brasserie-Küche und der Einrichtung im Stil der Jahrhundertwende lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Ich habe hier noch kein einziges Mal schlecht gegessen! Eine gute Idee ist es, hier zu reservieren. Es ist zwar nicht billig, aber für eine gute Brasserie absolut angemessen. Eine Weinempfehlung von mir: Bestellen Sie ‚Chopine de Brouilly‘ – der kommt in einer unetikettierten Flasche, ist etwas günstiger und nicht so schwer wie die Weine auf der Weinkarte.

Le Paris-Rome, 60 boulevard de Batignolles, 75017 Paris

Le_Paris_Rome,_62_boulevard_Batignolles,_Paris_2012Die Quintessenz des typisch Pariser Café-Restaurants. Die Speisekarte ist einfach, aber gut. Zum Mittagstisch kommen immer viele Stammgäste. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre und man wird herzlich in Empfang genommen. Halten Sie Ausschau nach den Schwarz-Weiß-Fotos gegenüber der Kasse! Sie stammen aus dem Jahr 1944 als Paris befreit wurde und das Café in Trümmern lag. Es ist nur 10 Meter von der Métro-Station „Rome“ entfernt. Die Preise sind fair.

Le crabe Marteau, 16 rue des Acacias, 75017 Paris

le-crabe-marteau-3Dieser Ort ist bekannt dafür, ein bisschen anders zu sein. Wenn Sie ein Fan von Meeresfrüchten und Krustentieren sind, dann kommen Sie hier in den Genuss von ausgezeichneten Krabben. Sie kriegen einen Hammer in die Hand und ein Lätzchen zum Umbinden und los geht’s! Alle sitzen an ihren Tischen und schlagen ihre Krabben, die übrigens von ausgezeichneter Qualität sind, und es herrscht eine sehr freundliche Atmosphäre. Eine Reservierung ist auch hier empfehlenswert.

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Luxusoptionen

Le train bleu, Gare de Lyon (Place Louis Armand ) parvis de la gare. Hall 1. 75012 Paris

930-so-evenement-so-2014-photo-background01-frEin Juwel, das in einem Bahnhof versteckt ist. Es gibt keinen speziellen Grund in der eher hässlichem Umgebung oder im Bahnhof selbst zu verweilen, aber steigen Sie die Treppen in Halle 1 des Gare de Lyon hinauf, finden Sie ohne Zweifel die wohl erstaunlichste Brasserie der Stadt, wenn nicht in ganz Frankreich. Man fühlt sich wie im Schloss Versailles und das Essen ist ausgezeichnet. Teuer, ja, aber einfach legendär. Ich empfehle das Kalbsbries (Ris de veau)! Hier sollte man reservieren.

Hotel Costes, 239 Rue Saint-Honoré, 75001 Paris

002871-01-exntrance-red-lanternsAuch eher kostspielig, aber hier genießt man sein Mittag- oder Abendessen in dem schönsten Innenhof von Paris. Reservieren ist unbedingt notwendig. Es ist eines der bekanntesten und elegantesten Lokale der Stadt, das niemals enttäuscht.

 

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Für einen oder zwei Drinks

Le très particulier, 23 avenue Junot, 75018 Paris

IMG_5151-1024x768Die Bar des Luxushotels L’Hôtel Particulier Montmartre. Es hat vor nicht allzu langer Zeit in einer Villa mit privatem Garten abseits des Gewimmels eröffnet. Hier kann man seinen Drink im Garten, an der Bar oder auf der Terrasse genießen. Man muss schon ziemlich gut Bescheid wissen, um hier reinzukommen: Am Tor den Summer drücken und entlang des kleinen Gartenpfads gehen. Das ist das versteckte Montmartre, man darf es auf keinen Fall verpassen. Zum Restaurant kann ich leider nichts sagen, weil ich es bisher noch nicht probiert habe.

Café Laurent, 33 rue Dauphine – Hotel d’Aubusson, 75006 Paris

img_0344Das ist mehr als ein Café, es ist eine Hotelbar … mit sehr guten Barkeepern! Hier kriegt man wirklich jeden Cocktail und es gibt einen netten kleinen Vorplatz und – das beste – eine Lounge mit einem großen Kamin. Mitten im Herzen des Stadtviertels Saint-Germain-des-Prés.

 

 

oUnd nicht zu vergessen natürlich die Harry’s New York Bar und meine Freunde hinter der Theke in der 5 rue Daunou, Paris 75002.

Antoine Laurain: Liebe mit zwei Unbekannten

Antoine Laurain: Liebe mit zwei UnbekanntenKann man sich in eine Frau verlieben, von der man nur die Handtasche kennt?

Antoine Laurain
Liebe mit zwei Unbekannten
ISBN 978-3-455-60017-9
240 Seiten, gebunden
20,00 €

Ein Roman über Seelenverwandtschaften, über die kleinen Geheimnisse, die einen Menschen so liebenswert und charmant machen. Ein Roman über die große Liebe und die Umwege, die zu ihr führen …

Laure und Laurent sind sich nie begegnet. Beide leben in Paris. Eines Morgens findet Laurent eine elegante Damenhandtasche – augenscheinlich gestohlen und achtlos weggeworfen. Die Tasche verrät ihm zwar nicht den Namen der Besitzerin, doch ihr Inhalt gibt einiges über sie preis: Fotos, ein altmodischer Spiegel, ein Roman mit Widmung des Autors und ein rotes Notizbuch, in dem die Unbekannte ihre geheimsten Gedanken und Träume festgehalten hat. Laurent ist fasziniert von dieser Frau, immer mehr verliebt er sich in ihre Gedanken. Also beschließt er, sich auf die Suche nach ihr zu machen. Aber wie soll er sie finden?#

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Ulrich Wickert: Mein Paris

Ulrich Wickert: Mein ParisUlrich Wickert zeigt uns sein Paris in Geschichten und Bildern.

Ulrich Wickert
Mein Paris
ISBN 978-3-455-70010-7
224 Seiten, Gebunden
25,00 Euro

Paris zum Lesen und zum Genießen: mit über 100 Fotos und Zeichnungen.

Ulrich Wickert, in Paris aufgewachsen und jahrelang ARD-Korrespondent in der französischen Metropole, erzählt in diesem bibliophil gestalteten Band von seinem Paris. In Aufsätzen, Reportagen und Anekdoten lässt er die Stadt an der Seine lebendig werden. Er führt durch Museen und Gärten, über Boulevards und Plätze, zu Denkmälern und Opernhäusern; er erzählt von Künstlern, Kellnern und Kaschemmen, aber auch von Aufklärung, Revolution und Umsturz. Ein einzigartiges Buch über eine einzigartige Stadt.

 

Interview mit Toby Barlow, dem Autor von „Baba Jaga“

Barlow: Baba JagaEine schöne russische Hexe und ein Werbetexter, der eigentlich CIA-Agent ist – eine abenteuerliche Liebe im Paris der fünfziger Jahre. Toby Barlow ist mit Baba Jaga ein beeindruckender Roman gelungen.
Im Interview verrät er welche Figur seines Romans ihm am meisten ans Herz gewachsen ist oder welche Rolle alte Reiseführer und ein Schloss in der Nähe von Köln für seinen Roman spielten …

Paris während des Kalten Kriegs, russische Hexen, amerikanische Schriftsteller, eine Werbeagentur – wie sind Sie darauf gekommen, all diese Elemente zu einem Roman zu verarbeiten?
Toby Barlow:
Es ist ziemlich gut dokumentiert, wie die CIA die Pariser Kulturszene in den fünfziger Jahren unterwandert hat. Außerdem hatte ich Gerüchte darüber gehört, dass viele der amerikanischen Werbeagenturen, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs Büros in Paris eröffneten, die CIA mit Informationen über ihre Kunden belieferten. Mit der Idee, einen Roman über all diese zwielichtigen Gestalten im Paris der fünfziger Jahre zu schreiben, habe ich schon ziemlich lange gespielt, aber ich wusste nicht so richtig, was ich mit ihnen machen sollte, was ihnen zustoßen könnte. Bis ich einmal auf einem Schloss in der Nähe von Köln zu Besuch war und meine Gastgeberin mir erzählte, dass nach der Oktoberrevolution zusammen mit dem russischen Adel auch alle orthodoxen Priester und die Baba Jagas aus der Sowjetunion geflohen seien. Also begann ich zu überlegen, was wohl passiert wäre, wenn meine Pariser Spione zufällig einigen dieser alten russischen Hexen über den Weg gelaufen wären.

Wie haben Sie für Baba Jaga recherchiert? Ihr Roman sprudelt über von Ideen und phantastischen Elementen, aber der historische Hintergrund, das Paris der fünfziger Jahre, ist sehr detailliert und genau dargestellt.
Toby Barlow: Das Internet ist natürlich ein unglaublicher Fundus. Und dann habe ich verschiedene Werke über Politik und Kultur der Zeit gelesen. Aber am meisten haben mir alte Reiseführer geholfen, die ich in Antiquariaten gekauft habe. Reiseführer von damals, besonders die für Paris, sind wahnsinnig gut geschrieben und voller lebendiger Beschreibungen des Lebens in der Stadt. Außerdem bin ich für meine Recherchen nach Paris gereist. Ich habe bei Freunden gewohnt, in ihrer Dachwohnung im 5. Arrondissement, nicht weit von der Rue Mouffetard. Ich bin durch die Straßen flaniert, mit meinen alten Reiseführern in der Hand, und habe mir vorgestellt, wie es wohl damals dort ausgesehen hat. Das war nicht besonders schwierig. Paris ist sich in vielerlei Hinsicht treu geblieben. Interview mit Toby Barlow, dem Autor von „Baba Jaga“ weiterlesen

Toby Barlow: Baba Jaga

Barlow: Baba Jaga„Baba Jaga sprudelt über vor Einfällen und Ideen – ein beeindruckender Roman.“ Washington Post

Toby Barlow:
Baba Jaga

ISBN 978-3-455-60000-1
544 Seiten, gebunden
€ 19,99

 

Eine schöne russische Hexe und ein Werbetexter, der eigentlich CIA-Agent ist – eine abenteuerliche Liebe im Paris der fünfziger Jahre.

Will, ein liebenswürdiger junger Amerikaner, unterhält für die CIA eine Werbeagentur als Briefkastenfirma – doch leider ist er mit wichtigen Informationen allzu sorglos umgegangen und muss nun seinen ehemals so freundlichen Kollegen aus dem Weg gehen. Zoja, die seit Jahrhunderten kaum einen Tag gealtert ist, verdient ihren Lebensunterhalt damit, reichen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Leider hat sie ihren letzten Liebhaber auf reichlich ungeschickte Weise umgebracht, und Charles Vidot, ein hart arbeitender Polizist mit Intuition, schöpft Verdacht – und wird kurzerhand in einen Floh verwandelt. Doch dann begegnet Zoja Will und ist von seinem Charme und seiner Naivität bezaubert. Zum ersten Mal in ihrem langen Leben verliebt sie sich. Aber die CIA kommt ihnen in die Quere, sie werden in wilde Abenteuer verstrickt, während die Polizei sich mit rätselhaften Verbrechen konfrontiert sieht – bis ganz Paris kopfsteht.

Constanze Neumann, Cheflektorin, über Baba Jaga

Constanze Neumann„Baba Jaga ist für mich ein ganz großes Lesevergnügen: Das Paris der fünfziger Jahre, CIA-Agenten und wunderschöne Frauen, die über die Boulevards flanieren und nicht das sind, was sie zu sein scheinen, ein liebenswürdiger Polizist, der in einem Fall ermittelt, der sein Leben auf den Kopf stellt – Toby Barlow hat einen spannenden, atmosphärisch dichten Roman geschrieben.“

 

Interview & Leseprobe

Im Interview verrät Toby Barlow, welche Figur seines Romans Baba Jaga ihm am meisten ans Herz gewachsen ist oder welche Rolle alte Reiseführer und ein Schloss in der Nähe von Köln für seinen Roman spielten …
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